Oh, diese Schweizer!

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Wer an die Schweiz und ihre Bewohner denkt, der hat zunächst vielleicht ein Bild von gut betuchten Bankern, eigenbrötlerischen Almbewohnern und – als Folge der Volksabstimmung im Februar –intoleranten „Überfremdungs“-Gegnern vor Augen. Dieses Buch widmet sich nun humorvoll der Frage, wie viel Wahrheit in diesen Klischees steckt. 

Die Autorin des Buches, Nicole Eilinger-Fitze, ist selbst Schweizerin. So weiß sie genau, wovon sie spricht, wenn sie beispielsweise die Klischeefiguren der vier Sprachregionen – Hans Meier, Pierre Bonjour, Luigi Rossi und Andri Caminada – porträtiert, die Unterschiede diesseits und jenseits des „Röstigrabens“ erklärt oder die Problematik gespaltener Kantone näher beleuchtet. Auch das Verhältnis zwischen Schweizern und Deutschen und die Volksabstimmung zur Einwanderungsbeschränkung werden differenziert thematisiert, bevor die Autorin sich im zweiten Teil des Buches dann etwas leichteren Inhalten zuwendet. Mit viel Humor und Insiderwissen erklärt sie hier z.B., welche Rolle Käse, Kühe und Banken tatsächlich im Leben der Schweizer spielen, welche Spielregeln beim „Hornussen“ (eine der Schweizer Nationalsportarten) gelten und was es mit der Tradition des Sechseläutens auf sich hat.

Insgesamt liefert das Buch so ein kurzweiliges Porträt der Eidgenossen, nach dessen Lektüre man nicht nur viel Wissenswertes und Amüsantes erfahren hat, sondern auch so manches Klischee über die Schweizer neu überdenken muss.