Unterwegs … im winterlichen Sauerland

(gekürzte Textversion aus dem Wanderführer „Sauerland” von Karl-Georg Müller, Fotos: Karl-Georg Müller)

Ettelsberg und Mühlenkopfschanze im Winter

Mit etwas Winterglück stapft ihr bei dieser Tour in Stryck im Schnee bergan, staunt über die gewaltige Mühlenkopfschanze, schaut hinauf zum Hochheideturm und erklimmt ihn, wandert über gut gewalzte Wege hinunter ins Paradies, lasst Bächlein neben euch gluckern und gurgeln und gelangt an schroffen Felswänden vorbei zum Auslauf der Großschanze, bevor die letzten Schritte durchs winterweiße Märchenland nach Stryck zurückführen.

Infos zur Wanderung:

  • Start/Ziel: Parkplatz Ecke Mühlenkopfstraße/Talweg, Willingen-Stryck
  • Länge: 10,1 km
  • Zeitbedarf: 3 Std.
  • Einkehrmöglichkeiten: Hotel-Restaurant Zum Forsthaus am Start/Ziel, Ettelsberghütte (Siggis Hütte) und weitere Einkehrmöglichkeiten im Ort

Immer wieder bieten sich bei dieser Wanderung herrliche Aussichten über die Winterlandschaft. 

Vom Parkplatz geht es zunächst bergan in Richtung Mühlenkopfschanze. Bald führt der Weg in dichten Nadelwald und links im kleinen Tal hört man den Mühlgraben munter talwärts gluckern. Wenn die Sprungschanze mit dem eindrucksvollen Anlaufturm erreicht ist, hat man eine schöne Aussicht ins Tal des Itterbachs.
Nun geht es weiter zum Rastplatz „Große Grube“. Auf dem Weg dorthin warten ein sanfter Anstieg und ein Ausblick auf die Abhänge. An der Wegspinne am Rastplatz bietet sich ein Abstecher zum 59 m hohen Hochheideturm auf dem Ettelsberg (837,7 m) an. Die verglaste Aussichtsplattform bietet großartige Fernsichten über Willingen hinaus ins Sauerland und ins Waldecker Land.

Der Hochheideturm

Auf breitem Weg mit Blick ins Tal und zwischen Tannen und Fichten geht es danach durch den malerisch weißen Winterwald in Richtung Paradies. Von der Wegspinne beim Lütteke Feld wandert man gemächlich den Hang hinunter. Nach der folgenden Weggabelung hört man bald rechter Hand das Bächlein Hermeke munter ins Tal sprudeln. Scheid und die kleine Quelle Panzensuipen werden passiert und dann führt der Weg nahe beim Hermekebach durch das „Paradies“ genannte Gebiet. Der Wald lichtet sich und gibt den Blick in das weite, offene Tal frei.

Perfektes Winterwanderwetter 

Im weiteren Verlauf führt der Weg vorbei am Waschkump, einem Teich, an dem Schafe früher vor der Schur gewaschen wurden, und über die Itter. Richtung Stryck geht es schließlich an der Hangflanke von Hoher Pön und Musenberg entlang auch durch den Schluchtwald des Naturschutzgebiets Grebensteine mit seinem urwaldartigen Charakter und wuchtigen Felsen, der besonders auf der gegenüberliegenden Seite des Ittertals sichtbar wird. Dann ist der Auslauf der Mühlenkopfschanze erreicht. Sie gilt seit 1951 als Großschanze und nach einem Umbau im Jahr 2000 als größte Großschanze weltweit. Alljährlich findet mindestens ein Weltcup-Springen statt.
Nach diesem letzten Höhepunkt gelangt man schließlich auf befestigtem Weg zur Weggabelung in Stryck. Von dort sind es nur noch wenige Meter hinab zum Start- und Zielpunkt. 

Die beeindruckende Mühlenkopfschanze nahe dem Start- und Zielpunkt 

24 Wanderungen Sauerland

Buchtipp zum Wandern im Sauerland

Das Sauerland ist zu jeder Jahreszeit ein perfektes Ziel für einen kürzeren oder längeren Wanderurlaub. Eine ausführliche Beschreibung dieser Tour und 23 andere tolle Wegvorschläge – darunter zwei weitere Wintertouren – findet ihr in unserem Wanderführer „Sauerland – 24 Wanderungen“  von Karl-Georg Müller.

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