Unterwegs … auf Schneeschuhen

Schneeschuhwandern kann jeder – die besten Tipps für den Einstieg

(Text und Fotos: Andreas Happe)

Mit Schneeschuhen hat man Zugang zur verschneiten Winterlandschaft, ohne auf geräumte Winterwanderwege, Loipen oder Skipisten angewiesen zu sein. Ein wunderbares Gefühl von Freiheit und ein starkes Naturerlebnis stellen sich ein, wenn ihr eure Spur durch den unberührten Schnee zieht.

Der Einstieg in das Schneeschuhwandern ist leicht und von jedem zu bewältigen, der auch im Sommer gern zu Fuß unterwegs ist. Trotzdem helfen ein paar Tipps, die ersten Schritte schnell und elegant zu meistern. So spart ihr viel Kraft, vermeidet Verletzungen und könnt den neuen Wintersport von der ersten Tour an genießen.

Tipp 1

Informiert euch vor eurer ersten Tour über die verschiedenen Schneeschuhmodelle. Je nachdem, ob ihr auf alpinen Routen oder im sanft hügeligen Gelände unterwegs sein werdet, spielen die unterschiedlichen Konstruktionen ihre Vorteile aus. 

Tipp 2

Schneeschuhwandern ist Wintersport: Für die Kälte des Winters solltet ihr genügend warme Kleidung dabeihaben, beim Sport aber nicht zu viel schwitzen. Setzt am besten auf das Zwiebelprinzip: Mit vielen dünnen Schichten könnt ihr flexibel auf Wärme und Kälte reagieren.

Tipp 3

Zieht eure Wanderschuhe an, steigt in die Bindung und geht einfach los. Übt zuerst einmal ohne Stock und mit einem möglichst entspannten Schritt. Wenn ihr die Schneeschuhe über die weiße Fläche zieht, statt sie anzuheben, spart ihr viel Kraft. Geht nicht zu breitbeinig, auch das kostet Kraft. Führt die Schneeschuhe so nah aneinander vorbei, dass sie sich gerade eben nicht berühren.

Tipp 4

Der Einsatz von Trekkingstöcken erleichtert das Schneeschuhgehen und spart Beinkraft. Kleine Hindernisse wie Baumstämme, Gräben oder Zäune lassen sich einfacher überwinden. Am Hang gibt der Trekkingstock euch die nötige Stabilität. Voraussetzung ist aber die richtige Handhabung der „verlängerten Arme“. Nur wenn ihr Druck auf die Stöcke gebt, können sie eure Beine entlasten.

Tipp 6

Das Mittelgebirge mit seinen moderaten Steigungen ist das richtige Gelände für Einsteiger. Hier könnt ihr ohne Stress die verschiedenen Gehtechniken für An- und Abstiege sowie Hangquerungen üben. Auch Sprünge in tiefen Schnee wollen geübt sein, bevor ihr sie im Steilgelände probiert.

Tipp 5

Plant eure ersten Touren defensiv. Ihr benötigt auf Schneeschuhen etwas länger als für dieselbe Strecke im Sommer. Außerdem wird es im Winter früh dunkel, daher solltet ihr immer mit etwas Zeitreserve unterwegs sein.

Tipp 7

Wenn ihr größere Ambitionen habt und in das winterliche Hochgebirge wollt, solltet ihr euch mit Lawinen auskennen. Beim geringsten Zweifel empfiehlt sich die Buchung eines Bergführers oder der Anschluss an eine geführte Gruppe. 

Tipp 8

Die Natur – Vegetation und Tierwelt – ist im Winter empfindlicher als in den Sommermonaten. Viele Blütenpflanzen sind auf den Schutz der Schneedecke angewiesen. Das Wild findet im Winter weniger Nahrung und verbraucht bei der Flucht durch tiefen Schnee sehr viel Energie. Nehmt beim Schneeschuhwandern also Rücksicht und meidet Schutzzonen.

Schneeschuhwandern

Buchtipps zum Schneeschuhwandern

Diese und viele weitere Tipps findet ihr in ausführlicher Form in unserem Handbuch „Schneeschuhwandern“ von Andreas Happe. Empfehlungen für schneeschuhgeeignete Touren gibt es übrigens auch in seinem Wanderführer „Oberharz”.

Linktipp: Auf seiner Website www.TrekkingGuide.de widmet sich Andreas Happe allen Spielarten des Wanderns, Trekkings und Bergsteigens, zeigt viele Fotos und stellt u. a. auch verschiedene Zielgebiete für Schneeschuhtouren vor.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.