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Conrad Stein Verlag
Abenteuer Teeniegruppe (978-3-89392-169-0)
buch


von David Meissner
6,90 €

1. Auflage 1999, 89 Seiten

Outdoor-Abenteuer gewinnen in der Jugendarbeit immer mehr an Anerkennung. Die wenigsten Outdoorer trauen sich allerdings zu, bei dieser Entwicklung mitzuwirken. Dabei sind Jugendliche die idealen Partner für abenteuerliche Unternehmungen. Sie sind flexibel, neugierig und begeisterungsfähig. Man kann eine Menge Spaß mit ihnen haben und dabei noch etwas dazulernen. Bei Erlebnispädagogik kommt es nicht auf theoretische Ausbildung an - vielmehr geht es um "learning by doing": Der Führer muss nur einen Schritt voraus sein. Dieses Buch vermittelt den nötigen Vorsprung und macht Lust auf nicht ganz uneigennütziges Engagement für Teenies outdoors.

Updates

Karin Metzger mailt uns am 09.05.2007: Ich habe mir am Wochenende das Buch „Abenteuer Teeniegruppe“ von David Meissner gekauft und auch schon gelesen. Insgesamt gibt es – meiner Meinung nach – kurz und sehr übersichtlich Einblick in die Organisation und Durchführung eines „Hajks“ oder vergleichbarer Oudoor-Unternehmungen mit Jugendgruppen.
Ein paar Punkte fand ich allerdings störend:
Auf Seite 35 schreibt der Autor, dass man seiner Aufsichtspflicht nur nachkommen könne, wenn man mit den Jugendlichen im selben Zelt schläft. Diese Behauptung ist falsch, da auch mündliche Absprachen mit den jugendlichen Teilnehmern/innen darüber, was erlaubt ist und was nicht, der Aufsichtspflicht genüge tun (wie der Autor auf Seite 70 f. schließlich selbst schreibt). Mittlerweile wird sogar davon abgeraten, Zimmer oder Zelt mit den Jugendlichen zu teilen, um (erfundene) Vorwürfe wegen sexueller Belästigung o. ä. ausschließen zu können.
Des Weiteren brauchen die Jugendlichen auch „leiter/innenfreie“ Rückzugsräume, um ihnen nicht das Gefühl zu geben, sie würden rund um die Uhr überwacht und kontrolliert. Es schlafen ja auch kaum Eltern mit ihren jugendlichen Kindern im selben Zimmer, um ihre Aufsichtspflicht nicht verletzen...
Auf Seite 65 f. wird eine Liste an Medikamenten aufgeführt, die man als Jugendgruppenleiter/in dabei haben sollte, darunter beispielsweise auch Schmerztabletten und Abführmittel. Es ist aber verboten, Jugendlichen Medikamente zu verabreichen, die sie nicht selber mitgebracht haben, weil man nie weiß, wer auf welchen Wirkstoff allergisch reagiert. Selbst Sonnencreme dürfte von den Leitern/innen eigentlich nicht ausgeteilt werden. Also lieber auch wegen „Kleinigkeiten“ den nächsten Arzt aufsuchen, als selbst zu experimentieren.
Auf Seite 86 erzählt der Autor von einem Hajk mit seiner Pfadfindergruppe, bei dem auch ein Gottesdienst besucht wurde. In diesem Zusammenhang schreibt Herr Meissner: „Leider war der landeskirchliche Gottesdienst recht langweilig und wir wurden hinterher auch nirgends zum Essen eingeladen (...) Aber ich fragte mich einmal mehr, warum wir zum Gottesdienst in die Kirche gingen, wenn so wenig erfreuliches daran zu finden war.“ (Seite 86).
Ich bin selbst seit mittlerweile 16 Jahren Pfadfinderin und finde, dass diese Aussage der Pfadfinderei – milde ausgedrückt – keinen Gefallen tut. Wir gehen schließlich nicht in die Kirche, damit wir hinterher irgendwo kosten- und mühelos essen können, sondern weil die meisten Pfadfinderverbände christliche Jugendverbände sind und dadurch mit der Kirche verbunden sind!
Zudem freuen sich Pfadfinder/innen zwar immer, wenn sie irgendwo auf ein Stück Kuchen oder ein kühles Getränk eingeladen werden (was oft der Fall ist!) – allerdings gibt das keiner Pfadfindergruppe das Recht, dies von den Mitmenschen zu erwarten. Und ich hoffe, dass außer Herrn Meissner kein Pfadfinder/keine Pfadfinderin eine solche Erwartungshaltung an den Tag legt, da dieses „Schnorrertum“ meiner Meinung nach nicht dem Gedanken der Pfadfinderei entspricht!